Es war eine finstere Epoche. Der kalte Wind peitschte durch die kargen Hügel von Sigmatown, als Hippo Diddler im fahlen Licht einer Fackel seine Rüstung festschnallte. In der Ecke des hölzernen Zeltes saß seine Frau, Wuffi Dippa, und blickte besorgt drein. In ihren Armen hielt sie den kleinen Hippo Diddy – damals noch ein winziges Hippo-Kind, dessen legendärer Rizz erst in den Anfängen steckte.
Hippo Diddler trat an die Wiege und legte seine massive, narbige Hufe behutsam auf den Kopf seines Sohnes.
„Vater?“, piepste der kleine Hippo Diddy und blickte mit großen, neugierigen Augen zu dem riesigen Krieger auf. „Warum musst du fort? Die Nacht ist dunkel und draußen heulen die Rizz-Wölfe.“
Hippo Diddler ging auf ein Knie, seine Kette ratterte leise. „Mein Sohn“, sagte er mit einer Stimme, die wie tiefer Bass im Raum lag. „Es gibt Dinge, die ein Hippo tun muss, bevor das Zeitalter des Exordiums anbrechen kann. Tief im Süden von Gyatwuff schmachten 150 unserer Sigma-Brüder in Ketten. Sie wurden vom Herrscher Rumo und seinen brutalen Gyatguards versklavt. Ich ziehe mit einer gewaltigen Herde los, um sie heimzuholen.“
„Aber der Weg in den Süden ist gefährlich“, entgegnete das kleine Kind besorgt. „Und wir müssen an Sigmatown vorbei!“
Hippo Diddler lächelte grimmig, seine Mewing-Kinnlinie war im Fackelschein messerscharf zu sehen. „Mach dir keine Sorgen, Diddy. Wenn du älter bist, wirst du verstehen, was wahre Aura bedeutet. Schau mich an. Merk dir meine Worte für den Tag, an dem du mein Erbe antrittst: Vertraue niemals einem Gyatguard, und verliere niemals deinen Fokus.“
Diddy nickte ehrfürchtig. „Ich werde stark sein, Vater. So wie du.“
Hippo Diddler stand auf, warf sich seinen schweren Mantel über und blickte ein letztes Mal zu Wuffi Dippa, die ihm stumm zunickte. Dann schritt er hinaus in die Sturmnacht, wo die gewaltigste Sigmaherde der Geschichte bereits auf ihn wartete. Ihr Ziel: Der tiefe Süden von Gyatwuff.
Die Sigmaherde marschierte im perfekten, unaufhaltsamen Gleichschritt durch die Straßen von Sigmatown. Sie wollten eigentlich nur friedlich durchziehen, um unbemerkt nach Gyatwuff zu gelangen. Doch plötzlich passierte es: Ein arroganter Gyat-Mogger stellte sich der Herde in den Weg und versuchte, die unbändige Sigma-Aura zu brechen, indem er die Herde dumm provozierte und angriff.
Das war ein fataler Fehler. Die unendliche Masse der Sigma Hippos geriet in Aufruhr. Als sie den Angreifer niedertrampelten, verloren sie für einen Moment die Kontrolle. Die riesige Herde kam vom Weg ab und walzte im puren Chaos direkt über das Grundstück daneben – und dort stand ausgerechnet Gyatmanns stolzes Prachthaus.
Mit einem ohrenbetäubenden Krachen splitterte das edle Holz, die Marmorsäulen gaben nach und die prachtvolle Villa von Gyatmann stürzte als Kollateralschaden in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Ohne den Fehler überhaupt zu bemerken, sammelte Hippo Diddler seine Sigmas wieder und marschierte eilig weiter Richtung Süden, um die eigentliche Mission nicht zu gefährden.
Weit entfernt, im tiefen Süden von Gyatwuff, saß Rumo, der unbarmherzige Herrscher der Region. Er war ein absolut genervter und arroganter Tyrann, der auf seinem Thron Trauben mampfte, während vor seinen Augen die 150 versklavten Sigma Hippos unter der harten Knute seiner schwer bewaffneten Gyatguards schuften mussten.
Plötzlich begann der Boden des Sklavenlagers heftig zu zittern. Die Trauben fielen aus Rumos Schale.
„Was ist das für ein unheilvoller Vibe?!“, schnauzte Rumo, sichtlich genervt von der Störung. Er schlug auf die Armlehne seines Throns. „Was passiert hier?“
Ein Späher stürzte herein: „Herr! Hippo Diddler! Er ist durch Sigmatown gebrochen und stürmt direkt auf unsere südlichen Außenbezirke zu!“
Rumo verdrehte genervt die Augen und stöhnte laut auf. „Schon wieder diese nervigen Sigmas... Können die nicht einmal aufhören zu mewen?! Schickt sofort die Gyatguards! Schnappt euch dieses Pack! Niemand nimmt mir meine Sklaven weg!“
Die Gyatguards bauten sich in schweren Rüstungen auf, um die Sklavenbecken zu verteidigen. Doch oben auf dem Hügel erschien Hippo Diddler. Er zog sein riesiges Breitschwert, hob es in den stürmischen Himmel und brüllte über das Schlachtfeld:
„Führt den Rizz! Und lasst eure Gyats herrschen!“
Die Sigmaherde stürmte das Lager. Es war eine unaufhaltsame Lawine aus purer Disziplin. Als die Sigmas einschlugen, gab es kein Halten mehr. Die Rüstungen der Gyatguards splitterten wie Glas. Die schiere Wucht des Hippo-Rizz brach die Verteidigungslinie in Sekundenschnelle. Die Gyatguards wurden regelrecht überrannt, flüchteten panisch und ließen ihre Waffen fallen.
Hippo Diddler trat die eisernen Tore der Sklavenquartiere ein. Nacheinander strömen sie ins Freie: 150 befreite Sigma Hippos, gezeichnet von der Sklaverei im südlichen Gyatwuff, aber mit Tränen der Erleichterung in den Augen. Die Rettung war vollbracht.
Rumo, der nun völlig schutzlos dastand, blickte fassungslos auf das Schlachtfeld. Seine gesamte Elite-Armee aus Gyatguards war vernichtet. „Meine Garde... meine Sklaven... ALLES WEG!“, schrie Rumo mit hochrotem Kopf, während er vor Wut wie ein trotziges Kind auf den Boden stampfte. „Das wirst du büßen, Diddler!“
In diesem Moment kam eine staubige Gestalt den Hügel heraufgerannt: Es war Gyatmann, der der Herde den ganzen Weg von Sigmatown bis in den tiefen Süden gefolgt war. Sein Gesicht war vom Ruß seines zerstörten Prachthauses geschwärzt, seine Kleidung zerrissen, und seine Augen brannten vor unbändigem, finsterem Zorn.
Gyatmann blickte auf die rauchenden Trümmer des Lagers, dann auf die 150 flüchtenden Hippos und schließlich zu Hippo Diddler. Er ballte die Fäuste so fest, dass das Blut in seinen Adern pochte, und schrie mit bebender, hasserfüllter Stimme in die Nacht hinaus:
„Das alles nur für die Sigma Hippos?! Ich brauch Rache!“